Autor: breitgo

Heeg

Unterwegs mit dem letzten Fischer von Heeg

Heeg in Friesland ist seit jeher ein Fischerdorf: Schon im 17. Jahrhundert brachten friesische Fischer von hier gefangene Aale bis nach London, wo die Palingaaken, die Aalfischerboote, in unmittelbarer Nähe zur London Bridge sogar über eigene Liegeplätze verfügten: Die Dutch Mooring. Auf alten Fotos der Tower Bridge sind so stets mehrere friesische Palingaken  zu sehen. Abschlussdeich beendet Berufsfischerei Diese Handelstradition endete erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts mit dem Bau des Abschlussdeiches am nördlichen Ende des Ijsselmeeres. Von Stund an war der Zugang für Wanderfische wie Aal, Lachs und Stint in die ehemalige Zuiderzee versperrt, was das Aus für die Binnenfischerei bedeutete. Heute gibt es in ganz Friesland gerade noch 14 berufsmäßige Binnenfischer, die ihren Fang an die lokale Gastronomie verkaufen. Vom Heeger Meer direkt auf den Teller sozusagen. Freerk Visserman ist einer von ihnen und der letzte in Heeg. Heute liefert er das ganze Jahr über frischen Aal an die Restaurants oder verkauft ihn geräuchert am Syl, der kleinen Kade von Heeg. Nachhaltige Fischerei Wer mag, kann auch selber Hand anlegen und den Fischermann tatkräftig …

Liegeplätze

Flexible Verträge für Liegeplätze

Flexible Verträge für Liegeplätze: In den meisten Yachthäfen ist das einzige, was sich über die Jahre ändert, der Preis für die Liegegebühren. Die Preisentwicklung war dabei meist eine Einbahnstraße: Von gesenkten Liegegebühren war wenig zu hören. Jetzt zeigen die ersten Yachthäfen, dass es auch anders geht: Den Daas Recreatie, Manager und Betreiber von vier Yachthäfen in den Niederlanden, führt flexible Verträge und Zahlungsmöglichkeiten ein. Den Daas Recreatie geht neue Wege Liegeplatzeigner der Yachthäfen Bruinisse, Naarden, Marina Muiderzand und Dorado Beach können ab sofort selbst bestimmen, wann ihr jeweiliger Vertrag beginnt. Zusätzlich bietet Den Daas an, dass statt der üblichen Jahresrechnung der Liegeplatz auch monatlich bezahlt werden kann. Damit weicht der Betreiber deutlich von den üblichen HISWA-Bedingungen ab, die saisonale Verträge vorsehen, und versucht damit, dem Kundenwunsch nach mehr Flexibilität zu bedienen. „Die Ergebnisse unserer aktuellen Umfrage zeigen, dass viele unserer Stammgäste mehr Flexibilität in Bezug auf Verträge und Zahlungsoptionen wünschen. Deshalb bieten wir ihnen ab 1. April 2017 mehr Wahlmöglichkeiten und mehr Freiheit an“, sagte Nanke Den Daas, Direktor von Den Daas Recreatie. Mehr Wahlmöglichkeit …

Boot Düsseldorf

Friesische Aussteller auf der Boot Düsseldorf

Vom 21.-29. Januar findet wieder die Boot Düsseldorf statt: Die weltgrößte Messe für Wassersport zieht jedes Jahr über eine Millionen Besucher an. Mit dabei sind dieses Jahr auch wieder viele Aussteller aus Friesland, die in den Messehallen ihr Angebot vorstellen. Halle 14 – Wassertourismus Auch im diesem Jahr sind viele lokalen Unternehmen dem Ruf von Friesland Holland Touristik gefolgt: In Halle 14 (Wassertourismus) der Boot Düsseldorf präsentieren sich das Watersportcentrum Tacozijl aus Lemmer, Yachtcharter Leeuwarden (Motorbootcharter) und Sailcharter Friesland (Vercharterer von klassischen Segelyachten mit und ohne Skipper). Direkte Nachbarn in der Halle sind Friesland Charter (Jirnsum-Akkrum), de Friese Vloot (Stavoren), Waterland, Heech by de Mar aus Heeg (Bau und Charter von Lemsteraken und anderen Plattbodenschiffen), Boat Charter Holland aus Wolvega, Zijda Yachting aus Sneek, Veldman Charters aus Sneek (Motorbootvermietung) und Monique Feenstra von der Stadsherberg Sneek sowie Jappie van der Pol von der Bootsvermietung Van der Pol. Halle 17 – Die Bootsbauer aus Friesland Auf dem E-Boot-Campus in Halle 17 (Motorboote) finden sich in diesem Jahr Dutch Runabout aus Woudsend. Happy Whale aus Heeg (Vermietung …

Watervillapark Tjeukemeer

Watervillapark Tjeukemeer in Echtenerbrug

Watervillapark Tjeukemeer: Ein Ferienhaus auf eigenem Grundstück, mit  eigenem Bootsanleger und direkt am Fahrwasser: Das ist der Traum von vielen Niederländern und auch Deutschen. Direkt am Tjeukemeer gelegen entsteht derzeit ein neuer Park mit 50 Häusern in verschiedenen Größen.  Watervillapark Tjeukemeer Ausgeführt wird der Watervillapark Tjeukemeer in Delfstrahuizen-Echtenerbrug von den Projektentwicklern von Kontour Vastgoed in Heerenveen in drei Phasen. Von den 23 in Phase 1 gebauten Villen sind bereits 20 verkauft, Richtfest wurde Ende November gefeiert. In Phase 2 werden weitere 9 Villen entstehen, in Phase 3 noch einmal 18. Vier Haustypen für bis zu 14 Bewohner Der zahlungskräftigen Kundschaft stehen dabei vier Haustypen zur Auswahl: Die kleinste Einheit für 6 Personen verfügt über eine Bruttogrundfläche (BGF) von rund 120m². Die größten Häuser sollen 12-14 Personen auf einer BGF von rund 240m² beherbergen können. Um den Luxus komplett zu machen, finden sich in den „Wellness Villen“ neben eigener Sauna, Jacuzzi und Solarium auch ein modern eingerichteter Game-Room sowie sechs Schlafzimmer. Die reetgedeckten Villen sind auf Höhe des umliegenden Deiches gebaut – die Feriengäste haben also einen …

AIS MOB Device

AIS MOB Sender können Leben retten

AIS MOB Sender | Durch einen Unfall kam Ende September ein Segler vor St. Peter-Ording ums Leben. Der Mann war über Bord gestürzt und zunächst von einem SAR-Hubschrauber der Marine aus dem Wasser gerettet worden. Er verstarb später im Krankenhaus. Was war geschehen? Der Mann war bei Böen um sieben Beaufort über Bord gestürzt und konnte vom zweiten Crewmitglied nicht gerettet werden. Dieses hatte per UKW einen Mayday-Ruf abgesetzt, die  Seenotretter waren mit zwei Helikoptern und mehreren Seenotrettungskreuzern nur kurze Zeit später vor Ort und konnten den in seiner Rettungsweste treibenden Mann aus dem Wasser abbergen. Trotz Wiederbelebungsmaßnahmen verstarb der Segler später im Uniklinikum Eppendorf (UKE). Einen ausführlichen Bericht hierzu findet Ihr bei Hinnerk Weiler (LINK) und der DGzRS (LINK). Schnelle Alarmierung und genaue Positionsmeldung entscheidend Entscheiden für die Überlebenschancen nach Überbordgehen sind vor allem vier Faktoren: Schnelle Alarmierung der Rettungskräfte (Notruf) Möglichst genaue Positionsangabe Gute Sichtbarkeit des Überbordgegangenen (Kleidung, Licht) Eine funktionsfähige und angelegte Rettungsweste. Davon ausgehend, dass die meisten verantwortungsbewussten Segler eine Weste angelegt haben, wenn Seegebiet und Wetter dies gebieten und die …

EPIRB, Sart, AIS, DSC

EPIRB, Sart, AIS, DSC & Co – Eine kurze Erklärung

EPIRB, Sart, AIS, DSC erhöhen die Sicherheit auf See deutlich. Wir haben zusammengestellt, was sich hinter den verschiedenen Abkürzungen verbirgt. Den Fokus legen wir dabei weniger auf die vollständige technische Beschreibung, sondern auf einen kurzen Vergleich der Systeme. EPIRB, Sart, AIS, DSC & Co Bei EPIRBs (Emergency Position Indicating Radio Beacon) und PLBs (Personal Locator Beacon) handelt es sich um sogenannte Funkbake zur Kennzeichnung der Seenotposition (kurz Notfunkbake), die per Satellitenverbindung eine Alarmierung auslösen. Die Satellitenverbindung wird über das sogenannte  COSPAS/SARSAT-System hergestellt, die die international vereinbarte Notfrequenz 406 MHz abhören. Da die Satelliten die Erde laufend umkreisen und nicht ständig sämtliche Gebiete ausleuchten, kann die Erfassung bis zu vier Stunden dauern. Die Positionierung ist bei Einheiten mit eingebautem GPS auf 10-100 m genau, bei Geräten ohne GPS liegt die Genauigkeit bei 1-3 sm. Unterschiede EPIRB und PLB Beide Systeme ermöglichen eine eindeutige Identifikation: EPIRBs sind auf ein bestimmtes Schiff registriert und auf diesem installiert. PLBs werden einer Person fest zugeordnet und müssen „am Mann“ getragen werden. EPIRBs lösen automatisch durch Wasserkontakt aus (manuelle Aktivierung möglich), PLBs …

Hochseecontainer

Gefahren durch Hochseecontainer – Die UFOs der Ozeane

Nach 44 Tagen auf See mussten bereits drei Yachten der Vendée Globe Regatta nach Kollisionen mit „Unidentified Floating Objects“ aufgeben. Zumeist handelt es sich hierbei um verlorene Hochseecontainer. Wie groß ist die Gefahr eigentlich wirklich? Die gute Nachricht zuerst: Wer auf dem Ijsselmeer oder den friesischen Seen unterwegs ist, dürfte kaum Gefahr laufen, einen ISO-Container zu rammen. Hier ist die Gefahr größer, aus Unachtsamkeit die eine oder andere Tonne zu erwischen – was wohl in der Regel maximal zu einer unschönen Markierung im Gelcoat führt. Kollision mit Moby Dick Neben Hochseecontainern stellen Wale und andere große Meeresbewohner die wohl größte Gefahr für Segelyachten dar. Viele Arten schlafen unmittelbar unter der Wasseroberfläche, oft in Schulen dicht nebeneinander. Dabei können Wale trotz eigentlich gutem Gehör die Yachten nicht wahrnehmen: Durch die Berufsschifffahrt orientierungslos, fällt ihnen ein Segler kaum auf. All is Lost – Gefahr durch Hochseecontainer Nicht erst seit Robert Redfords Film „All is Lost“ sind verloren gegangene Frachtcontainer leidlich bekannt. Sucht man aber nach konkreten Zahlen, variieren die Angaben stark. Einige Quellen reden von 10.000 Containern pro …

Rettungswesten

Wartung von Rettungswesten

Dass Rettungswesten die Überlebenschance nach Überbordgehen deutlich erhöhen, ist unbestritten. Voraussetzung ist allerdings, dass sie auch getragen werden und dass sie in technisch einwandfreiem Zustand sind. Jetzt im Winter ist genug Zeit, um die Funktionsfähigkeit überprüfen zu lassen, damit zu Beginn der Saison alles einsatzbereit ist. Rettungswesten: Begrenzte Lebensdauer Rettungswesten – egal ob Automatik- oder Feststoffweste – unterliegen einem natürlichen Alterungsprozess, da das Material im Laufe der Zeit ermüdet. Durch den normalen Gebrauch an Bord, die Lagerung, Sonneneinstrahlung oder unsachgemäße Bedienung altert das Gewebe: Der Auslösemechanismus kann genauso verschleißen wie das Gewebe, dass im Fall der Fälle die Luft halten soll. Mit bloßer Sichtkontrolle ist es hier nicht getan: Das Indikator-Plättchen warnt nur dann mit rot, wenn die Patrone nicht korrekt eingeschraubt ist – ob die Weste im Notfall auch „zündet“ und die Luft hält, verrät sie nicht. Automatik-Westen Aus diesem Grunde empfiehlt der Fachverbandes Seenot-Rettungsmittel e.V., dass Rettungswesten alle zwei Jahre von einem Fachmann überprüft werden: „Die Wartung muss entweder vom Hersteller oder durch eine von ihm autorisierte Fachfirma durchgeführt werden. Die erfolgte Wartung …

gps-tracker

G-Porter GPS-Tracker

GPS-Tracker: Wer nicht gerade mit Smartphone oder Kamera mit eingebautem GPS-Empfänger seine Törn-Fotos macht, steht nach dem Urlaub oft vor dem Problem, die Bilder ihrem Ort zuzuordnen. Stammt das Bild nun aus Harlingen oder Heeg? Ist das die Küstenlinie von Stavoren oder von Makkum? Leistungsstarker GPS-Tracker im Hosentaschenformat Abhilfe schaffen hier sogenannte GPS-Tracker, die neben Kurs und Geschwindigkeit auch die Position zu einem bestimmten Zeitpunkt aufzeichnen. Vergleichbar mit der Kurslinie auf dem Kartenplotter, werden hier also alle relevanten Informationen auf dem Tracker gespeichert. So können sie später über den heimischen PC abgerufen und den Bildern mittels einer speziellen Software zugeordnet werden. GPS-Tracker gibt es in fast allen Preisklassen: Während die einfachen Modelle in der Regel nur zum Aufzeichnen von Positionen geeignet sind und über kein oder nur ein kleines Display verfügen, bieten hochpreisige Modelle (z.B. von Garmin) auch die Möglichkeit, Karten auf das Gerät zu überspielen und so ein vollwertiges Navigationssystem erhalten. Voller Funktionsumfang bei minimaler Größe Auf der Marlene haben wir in diesem Sommer mit dem G-PORTER GP-102+ einen echten Winzling unter den GPS-Trackern testen …

Havenlodge

Havenlodge – Ferienwohnungen gegen Leerstand im Hafen

Die nicht vermieten Liegeplätze in den Marinas in Belgien und den Niederlanden nimmt weiter zu. Die Zahl der Schiffseigner ist seit Jahren rückläufig: Immer weniger junge Menschen wollen sich an eine eigene Yacht binden und verbringen ihre freie Zeit lieber auf Charteryachten. Havenlodge – Schwimmende Ferienwohnungen gegen Leerstand im Hafen Da die Liegeplatzbestände nicht in gleichem Maße reduziert und in manchen Regionen sogar noch gegen den Trend ausgebaut werden, denken viele Hafenbesitzer über alternative Nutzungskonzepte für ihre Anlagen nach. Diesen Bedarf bedient jetzt die niederländische Firma Havenlodge aus Almere am Ijsselmeer. Sie bietet schwimmende Ferienwohnungen für bis zu sechs Personen an, die an bestehende Steganlagen angedockt werden können. Der im Vergleich zu herkömmlichen Immobilienpreise in den Niederlanden fast lächerlichen Preis von 59.000 EUR für die Basisausstattung dürfte finanzstarke Hafenbetreiber durchaus dazu verleiten, mit Havenlodge ein neues Geschäftsmodel als Vermieter auszuprobieren. Autark und mobil Die schwimmenden Datschen sind mit Abwasser- und Frischwassertanks, Solarkollektoren und eigenem Motor ausgestattet und verfügen über einen eigenen Sanitärbereich mit Toilette und Dusche sowie über Waschmaschine, Trockner und Geschirrspüler. Mit der modernen Einrichtung …