Weniger Wassersportler im Wattenmeer

Wattenmeer

Die Zahl der Wassersportler im Wattenmeer nimmt ab, dafür bleiben sie länger in den Marinas auf den Inseln. Dies zeigt die jährliche Erhebung zum Wassersport im Wattenmeer. 

Seit 1982 zählen die sechs großen Schleusen im Wattenmeer die ein- und ausgehenden Freizeityachten. Mit 83.801 war die Gesamtzahl der Schleusengänge im Jahr 2017 um rund 7% geringer als im Jahr 2016. Dies sei vor allem auf einen Rückgang im Chartergeschäft zurückzuführen, berichtet Waterrecreatie Nederland ein einem jüngst erschienen Artikel.

Weniger Fahrten im Wattenmeer bei längerer Verweildauer

Dies bedeute aber nach Ansicht der Forscher nicht, dass in der Wattenregion automatisch weniger los sei. In den letzten 34 Jahren ist die Zahl der Liegeplätze in den Marinas stark gestiegen. Außerdem seine die Gäste deutlich länger in den Marinas geblieben. Bei den großen Yachthäfen sei die Zahl der Übernachtungen von 27.000 auf rund 90.000 gestiegen. Die meisten von ihnen bleiben auf Texel, Terschelling und Vlieland. Wer in den letzten Jahren auf den Inseln war, wird bestätigen können, dass es hier gerade in der Hauptsaison sehr voll sein kann. Dreier- und Viererpäckchen sind keine Seltenheit.

Messungen über Radar und AIS

Um die Schiffsbewegungen besser analysieren zu können, wurden die Daten von den Schleusen mit Radar- und AIS-Informationen angereichert. Erwartbares Ergebnis: Die Ansteuerung zu diesen Marinas erfolge fast ausschließlich über die betonnten Fahrwasser. AIS ist für Passagierschiffe und Boote mit einer Länge von mehr als 20 Metern vorgeschrieben. Es wird geschätzt, dass ein Drittel der kleineren Boote ebenfalls über (aktives) AIS verfügen. Der Datensatz hat jedoch eine Lücke: Wirklich kleine Schiffe wie Kanus würden von der Statistik nicht erfasst.

Eine Analyse der vielen Millionen AIS-Daten hat ein gutes räumliches Bild der Schiffsbewegungen auf dem Wattenmeer ergeben. Der größte Teil des Schiffsverkehrs befindet sich innerhalb der Fahrrinnen. Im Durchschnitt entspricht dies etwa 72% der Gesamtzahl. Auch Geschindigkeitsübertretungen kämen nur in relativ geringem Umfang vor. Weniger als 1% der AIS-Nutzer führen zu schnell, wo dies nicht erlaubt sei. Die Forschung wurde im Auftrag des Actieplan Vaarrecreatie durchgeführt.


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