Riesige Sandpakete sollen Houtribdijk schützen

Sandkastenspiele Houtribdijk

Rijkswaterstaat hat begonnen, mit riesigen Sandpakete den Houtribdijk vor Stürmen zu schützen. Bei schwerer See auf Marker- und IJsselmeeres bricht das neue Sandufer die Kraft der Wellen. Mit ihrem Pilotprojekten realsieren die Niederländer diese Art des Deichschutz weltweit das erste Mal in einem Süßwasserrevier.

Bewehrung Houtribdijk

Der Houtribdijk ist rund 25 Kilometer lang und trennt Ijsselmeer und Markermeer zwischen Enkhuizen im Westen und Lelystad am Ostufer. Seine Hauptaufgabe ist es, Sturmfluten in Schach zu halten und so die Bevölkerung der umliegenden Provinzen vor Hochwasser zu schützen. Die Schnellstraße auf dem Deich ist eine  der Hauptverbindungen  zwischen Noord-Holland und Flevoland. Durch die zusätzliche Bewehrung des Deiches wird vor allem die Sicherheit im Falle von schweren Sturmfluten weiter ausgebaut werden.

Das neue Sandufer erhält der Houtribdijk jedoch nur zwischen Enkhuizen und Trintelhaven, also ungefähr bis zur Hälfte des Deiches. Diese etwa 12 km lange Strecke ist wegen der umliegenden Sandbänke weniger tief als bei Lelystad, wo der Deich derzeit mit Schutt verstärkt wird. Insgesamt sollen 10 Millionen Kubikmeter Sand bewegt werden – das entspricht ungefähr der Menge, die jährlich an der gesamten niederländischen Nordseeküste angespült wird. Abgeschlossen sein soll das Projekt Mitte 2020.

Biodiversität und bessere Wasserqualität

Die sandigen Ufer soll nicht nur den Deich schützen, sondern auch Lebensraum für neue Pflanzen- und Tierarten bieten. Neben dem Deich schafft Rijkswaterstaat auch das neue Naturschutzgebiet Trintelzand mit einer Fläche von rund 370 ha (für Städter: Eine Fläche von 370 Hektar entsprechen ungefähr 265 Fußballfeldern). Das Area soll Muscheln, Schnecken und Wasserinsekten anziehen und eine Fischzucht ermöglichen.

Noch mehr Mücken

Mücken Ijsselmeer

„Ich erwarte Massen von Moskitolarven. Dies ist ein ausgezeichnetes Futter für das Wasserleben, aber auch für die Fledermäuse. Sie nutzen den Houtribdijk als Überquerung beim Durchqueren der IJsselmeerregion. Trintelzand wird bald ein Ort sein, an dem wir mit Mückenwolken glücklich sein können. Sie bereiten den Bewohnern hier keine Unannehmlichkeiten, aber sie sind eine sehr wichtige Nahrungsquelle“, so eine der Projektleiterinnen für den Trintelzand.

Heureka! Da freuen wir uns aber mit!  Mehr Mücken – genau was das Revier gebraucht hat. Gegen die Verstärkung des Houtribdeichs kann man natürlich genauso wenig etwas sagen, wie gegen ein neues Naturschutzgebiet. Ob ein neues Mücken-Aufzuchtsgebiet im Markermeer wirklich notwendig ist, sei dahingestellt – mir persönlich reichen die kleinen Quälgeister, die bei Flaute über Deck, Segel und Besatzung herfallen deutlich aus. 

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Quelle: RWS

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One Response

  1. Wolfgang Köth Dezember 31, 2018

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