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Einkochen fürs Segeln – Schokolebkuchen

Einkochen für die See

Die Haltbarmachung von Lebensmitteln durch Salz (Pökeln), Rauch (Räuchern), Zucker (Kandieren) oder einfache Trocknung ist nun wirklich keine neue Erfindung: Seit Urzeiten versuchen Menschen (mehr oder weniger erfolgreich) einen Überschuss an Lebensmitteln für die Zeit zu bunkern zu der Mangel herrscht. Einkochen – also die Konservierung durch Hitze – ist zwar selbst noch nicht so alt und wurde „erst“ um 1700 erfunden, war aber früher im Herbst nicht aus der Routine meiner Großmutter wegzudenken. Die Äpfel aus dem Garten wurden zu Kompott verarbeitet, in omnipräsenten Weckgläsern eingekocht und über den Winter zum süßen Pfannkuchen gereicht. Nicht so einfach wie das gekaufte Glas aus dem Supermarktregal – vermutlich auch nicht so billig – aber tausendmal besser.

Haltbare Lebensmittel sind natürlich auch ein Thema bei der Verproviantierung von Yachten für die Langfahrt und für Blauwassersegler. Aber auch wenn es nicht gleich über den Atlantik geht, sondern nur für den zweiwöchigen Sommerurlaub auf das Ijsselmeer sind wir dankbar für die eigene mitgebrachte Bordverpflegung. Schon allein, weil die zwei Flammen doch nicht ganz alles ermöglichen, was der heimische Herd (Ofen) in die Waagschale werfen kann.

Kurz vor Weihnachten ist es mit dem Segeln bei uns mau, aber dafür eignet sich das folgende Rezept für Schoko-Glaskuchen hervorragend als Mitbringsel und kleine Aufmerksamkeit für liebe Menschen.

Unten auf der Seite findet Ihr ein paar grundsätzliche Dinge, die Ihr beim Einkochen bedenken und vorbereiten solltet.

Schokoladenlebkuchen

Passend zur Weihnachtszeit gibt es heute ein paar Schokoladenlebküchlein, gefunden im Buch „Glück im Glas“ von Sandra Haslbeck.

Proviantierungsliste

6Einmachgläser à 290 ml
150gPuderzucker
150gButter
3Eier
120gWeizenmehl (Type 550)
30gSpeisestärke
1 1/2 TLBackpulver
50gKakaopulver
2TLLebkuchengewürz
60gSchokostreusel

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Zubereitung

Das Rezept bis zum Ende lesen (auch unter „Grundsätzliches“).

Den Backofen auf 170°C Ober- und Unterhitze (nicht Umluft!) vorheizen.

Puderzucker in einer Rührschüssel sieben, Butter in Stückchen unterrühren und schaumig schlagen. Eier nacheinander unterrühren.

Mehl, Stärke Kakao, Backpulver und Lebkuchengewürz vermischen und nach und nach mit der Masse zu einem geschmeidigen Teig verarbeiten. Anschließend Schokostreusel vorsichtig unterrühren.

Den Teig gleichmäßig auf die Gläser verteilen (Achtung: Nur maximal bis zur Hälfte befüllen) und 35 Minuten backen.

Für 6 Gläser à 290 ml.

 

Grundsätzliches

  • Das Rezept oben kommt (natürlich) ohne Konservierungsstoffe aus. Der Kuchen ist aber trotzdem rund sechs Monate haltbar, wenn sauber gearbeitet wird.
  • Wir nutzen für die Küchlein meist die 290ml Weckgläser von Flaschenbauer (LINK) mit entsprechenden Deckeln, Gummis und Verschlussklammern. Die beste Ehefrau von allen hat aber inzwischen ein kleines Arsenal an verschiedenen Größen angeschafft, die je nach Einsatzzweck kleinere oder größere Portionen erlauben. Wichtig ist es aber, Sturzgläser zu verwenden, damit der Kuchen auch wieder aus dem Glas kommt. Selbstverständlich werden keine Gläser mit Schadstellen (Sprünge, Abplatzungen etc.) verwendet. Die „Erstausstattung“ mit zehn Gläsern kostet ungefähr 15 EUR.
  • Zum Sterilisieren werden die Gläser, Deckel und Gummiringe (vor dem Befüllen) 15-20 Minuten in den auf 120°C vorgeheizten Ofen gestellt.
  • Die Gläser werden bis maximal zur Hälfte mit Teig befüllt.
  • Um die Küchlein besser stürzen zu können, kann man die Gläser vorsichtig mit Butter einfetten (KEIN Fett auf Ringe, Deckel oder in die Nähe des Glasrandes).
  • Beim Befüllen der Gläser ebenso darauf achten, dass kein Teig an die Glaswand oder die Öffnung gelangt. Sauber arbeiten!
  • Kurz vor dem Ende der Backzeit werden die Gummiringe in die Decke eingelegt. Die (sehr heißen) Gläser aus dem Ofen werden unmittelbar damit verschlossen und mit je zwei Klammern fixiert (die bleiben drauf).
  • Danach gehen die verschlossenen Gläser noch einmal für 15 Minuten in die 120°C Hitze und werden ein zweites Mal sterilisiert.
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