MarBoeien Projekt in Friesland


MarBoeien – Poetisch liegen in Friesland

Wer in Fryslân segelt, kennt vermutlich auch die Marrekrite-Anlegeplätze: Mitten in der Natur, fernab der Städte und Dörfer dürfen dort Segler (und ja: Auch MoBo-Fahrer) maximal drei Tage kostenfrei festmachen. Einzige Bedingungen: Vorher muss für 16 EUR ein Wimpel gekauft werden. Die gibt es in fast jedem Wassersportgeschäft oder online (LINK). Die Einnahmen aus dem Verkauf helfen dem gemeinnützigen Verein, die rund 3.500 Liegeplätze in Stand zu halten und neue Anlagen zu bauen.

29-05-2013 Eernewoude Marrekrite De eerste marboei MB1 bij Eernewoude ©Foto: Hoge Noorden/Jaap Schaaf

©Foto: De Marrekrite

De Marrekrite verwaltet diese freien Liegeplätze und hält sie instand, sorgt an sehr vielen Stellen für die Abfallbeseitigung, hält Bojen und Baken in den Freizeitgewässern instand und verwaltet auch weitere Freizeiteinrichtungen (z.B. das Radwegnetz) auf und neben dem friesischen Wasser. De Marrekrite ist im Namen der Provinz Friesland und fast aller friesischen Gemeinden dafür zuständig.

Seit 2013 sind zu den Stegen und Spundwänden in Friesland noch rund 25 „MarBoeien“ hinzugekommen, Bojen aus Kunststoff mit einem großen Ring darauf. Die MB 01 wurde im Jahr 2013 zu Beginn der Saison installiert, 24 MarBoeien folgten im gleichen Jahr. Bis 2018 sind weitere 50 Bojen geplant. Die maximale Liegezeit beträgt hier 24 Stunden.

Bojen im Netz

©Foto: De Marrekrite

©Foto: De Marrekrite

Da trotz der Signalfarbe das Auffinden der Bojen nicht ganz einfach ist (ich spreche da aus leidiger Erfahrung) gibt es seit einiger Zeit zwei hübsche Websites, die dem geneigten Segler die Ansteuerung schmackhaft machen sollen.

Unter http://www.marboei.frl/locaties/ sind alle Tonnen markiert, sortiert nach aktiv und (wegen Winterruheplätzen) inaktiven Bojen. Schmankerl: Wer seinen Standort überträgt (Smartphone) kann direkt sehen, wo sich der nächste Liegeplatz befindet. Daneben gibt es schöne Fotos und Videos.

Die offizielle Seite der Provinz Friesland (LINK) zeigt eine Gesamtübersicht über alle Liegeplätze – Stege wie Bojen.

Wer noch mehr Input braucht, dem sei die Broschüre von De Marrekrite (DE) ans Herz gelegt. Die gibts hier: LINK

Ankern oder an die Boje?

Die Frage, ob man lieber dem eigenen Anker vertraut oder sich an die Boje legt, muss natürlich jeder für sich beantworten. Grundsätzlich ist es ja in Heeger Meer & Co nicht wirklich problematisch auch bei etwas mehr Wind das eigene Eisen zu werfen. Allerdings spricht für die MarBoeien, dass sie intensiv und unter sechs Tonnen Zuglast getestet wurden. Wenn sich die Skutsjes unbesorgt dahinter legen, sollte es für die „kleinen Klassen“ wohl auch sicher sein.

Vielen Dank an Sascha Hofstede-den Herder von De Marrekrite für die tollen Fotos!

 

 

 

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